Da grübelt man ewig, um für seine Adwords-Anzeige einen knackigen Text zu formulieren und dann stolpert man über sowas:
Mindestlohn, Kapital und Arbeit
Ist der Mindestlohn gut? Ich meine gut für denjenigen, der ihn bekommt? Dass er für die Parteien gut ist, die damit auf Wählerfang gehen, ist ja klar.
Es ist ja auch so einfach. Man führt einen Mindestlohn ein und den müssen die Arbeitgeber dann zahlen. Da die Arbeit ja getan werden muss, wird auch niemand entlassen, sondern die Preise werden erhöht. Alle sind zufrieden und die Regierung hat es nichts gekostet.
Wirklich? Wer schon einmal in den USA gewesen ist, ist vielleicht schon einmal an einer Straßenbaustelle vorbeigekommen. Dort stehen dann zwei Bauarbeiter mit Fähnchen und regeln den Verkehr. Den ganzen Tag. So lange, wie gebaut wird. In Deutschland stehen dafür zwei Ampeln.
Anderes Beispiel. Als ich neulich am Flughafen am Schalter einchecken wollte, wurde ich freundlich an den Automaten verwiesen. Klar, in 5 Jahren stehen dort nur noch Automaten.
Weitere Beispiele dafür gibt es viele. Es ist ja auch nichts neues, dass Menschen durch Maschinen ersetzt werden, Arbeit durch Kapital ausgetauscht wird. Nur wird ein Mindestlohn diesen Vorgang noch beschleunigen. Es werden Arbeitsplätze verloren gehen, indem die Arbeit durch Maschinen erledigt wird oder die Arbeitsplätze werden ins Ausland verlagert.
Ich bin auch für ein vernünftiges Einkommen für jeden, der arbeitet. Aber der Mindestlohn ist der falsche Weg.

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